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Ausbildung

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Ausbildung

Beitragvon hape » 02.12.2008, 13:22

Sehr geehrte Forumsbesucher !

Nachdem das Thema Ausbildung so gut wie gar nicht diskutiert wird, möchte ich nachstehend folgende Fragen diskutieren.
Wie gedenken vorallem Finanzdienstleistungsunternehmen auf die bevorstehenden rechtlichen Änderungen zu reagieren, und wie wollen Sie die dafür entstehenden Kosten decken?
Wird wieder mal alles geschickt auf die Mitarbeiter abgewälzt, oder gibt es jemanden, der mal richtig Verantwortung übernimmt :?:
Durch den zunehmend rauheren Wind in diesem Sektor werden wohl sehr viele sogenannte Vermögensberater ins Schwitzen kommen.
Speziell bei den Banken ist ganz klar eine restrektievre Vorgehensweise zu erkennen, und ich gehe davon aus, das das für längere Zeit so bleiben wird.
Also nur sehr gut geschulte, und informierte Dienstleister werden auf gleicher Augenhöhe für Ihre Kunden optimal verhandeln können.
Ich stelle mir da ernsthaft die Frage, wie das in gewissen Strukturen funktionieren soll, wenn die sogenannten Führungskräfte selbst keinen Tau von der Materie haben. :roll:
Nachdem das Ansehen der gesamten Berufsgruppe in den letzten Monaten ohnehin noch mehr in Schieflage geraten ist, werden diese zumeist unseriösen Herrschaften nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation beitragen.
Ich bin gespannt welche Aktionen nun von den sonst ja immer so allwissenden, angesprochenen Personen vorgeschlagen werden.
Ich bin fast schon überzeugt, das da nicht sehr viel kommen wird :!:
Würde mich freuen wenn ich eines Besseren belehrt werde :|
hape
 
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Re: Ausbildung

Beitragvon horst2004 » 03.12.2008, 09:22

Da ich zum Glück von Strukturvertrieben weitestgehend verschont worden bin, was direkte Erfahrungen angeht würde mich mal interessieren, was man wirklich lernt, wenn man einem solchen Unternehmen beitritt.

Die Seite des Strukturvertriebes wurde mir von einigen Mitarbeitern bzw. ehemaligen Mitarbeitern erläutert: Verkauf!!! Nicht Beratung sondern Verkauf, weil man von der Beratung allein nicht leben kann - ist für mich teilweise nachvollziehbar, da es ja grundsätzlich ums Geschäft geht. Jedoch kann man nicht über Leichen gehen! Weiters eine spezielle Form von Konflikt-Management: Begründete Gegenargumente werden von vorne herein entkräftet. Ein Beispiel: "Der böse Mann bei der Bank wird sagen .....!" Die Reaktion ist: "Ich habe schon damit gerechnet!" Es wird nicht auf fachlicher Ebene diskutiert, sondern während der "Ausbildung" darauf geachtet, dass sämtlicher Gegenwind abgefangen wird, um die Jungmitarbeiter nicht in fachliche Bedrängnis zu bringen.

Der letzte Punkt, meiner Meinung nach, ist, dass die Ausbildung zum staatlichen Vermögensberater kein Freifahrtsschein ist, um "alles" zu machen. Wie oft kommt es vor das Kunden von so einem FDL bezüglich einer "Finanzierungsoptimierung" angekeilt werden - und meist eine Null-Acht-Fünfzehn-Version, welche gar nicht realisierbar ist - dann ist ja eh die Bank gemein und will nicht. 80% wissen nicht mal welche Unterlagen für eine Einreichung notwendig sind!!! Aber hauptsache die BG und der Aufschlag sind unten!

Ich möchte mich hier voll und ganz Hape anschließen - Was lernt man eigentlich bei einem Strukturvertrieb??? Und wer von diesen Mitarbeiter zieht eine Grenze innerhalb seiner Kompetenzbereiche???
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Re: Ausbildung

Beitragvon finanzen » 04.12.2008, 12:41

Das Wissen und die Ausbildung sind eines der wichtigsten Bausteine, um in der Wirtschaft bestehen zu können. Daher vermute ich, dass durch die zunehmen schwere Lage auf dem Finanzmarkt immer mehr Kunden aufpassen was mit ihrem Geld passiert bzw. wie es genau veranlagt wird. Dies wird sich auch in den Strukturen der jeweiligen Finanzdienstleistungsunternehmen wiederspiegeln. Was nützt es wenn es tolle Führungskräfte mit wenig Wissen gibt. Durch diese Art der Selektierung sollte der Kunde nur profitieren meiner Meinung nach.
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Re: Ausbildung

Beitragvon horst2004 » 04.12.2008, 18:30

Das finde ich richtig und ich bin auch der Meinung, dass einige darunter leiden werden. Jedoch kann man ja durch Verkauf das Fachwissen sehr gut überspielen und ahnungslose Kunden (wir reden hier ja meist von Kunden, die eine Beratung benötigen, um überhaupt den Wissensstand zu erreichen, welcher für derartige Veranlagungen notwendig ist) mit den richtigen Verkaufsargumenten trotzdem dazu bewegen, etwas abzuschließen, was gar nicht passt.

Und man merkt auch in diesem Forum, mit welchen Argumenten am Markt gearbeitet wird. Aber wenn man ehrlich ist: Wer von den FDLs, mit der staatl. Vermögensberaterausbildung kennt sich aus bei Themen wie z.B. dem Grundbuch oder den entsprechenden Landesförderungen. Steuern und Veranlagung sind schön und gut (und wichtig!!!) für Sparen und Veranlagen. Aber was haben die Herrschaften beim Finanzieren verloren?

Oder mit welcher Frechheit werden klassische Sparformen wie Sparbuch, Versicherung oder Bausparvertrag schlecht gemacht? Keinen Dunst, was Bausparkasse ist oder tut - aber der Bausparer ist schlecht! Und die Versicherung ja auch, weil nicht flexibel und Versicherungssteuer und so weiter.

Da kommt doch wieder das ursprüngliche Thema Ausbildung zum Tragen. Was machen den die meisten FDLs am Markt? Entweder sie vergleichen oder sie vermitteln. Und ein paar werben damit, dass Ihre Produkte exklusiv nur bei ihnen erhältlich sind! Und was zeichnet diese FDLs aus? Das Fachwissen beim Vergleichen oder die Unabhängigkeit bei Exklusiv-Produkten?
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Re: Ausbildung

Beitragvon metosato » 09.12.2008, 07:30

Ich finde es nicht fair, dass wieder einmal ALLE FDL´s schlecht gemacht werden! Ihr mögt schon recht haben, dass diverse Vorgehensweisen in allen FDL´s wiederzufinden sind, das zeichnet ja schließlich solche FDL´s bzw. MLM Unternehmen aus. Und dass sie gewinnorientiert arbeiten gehört natürlich genauso dazu, dies ist aber bei JEDEM Unternehmen der Fall, egal welche Unternehmensform diese Firma hat. Es kann mir keiner erzählen, daß er nur zum Spaß arbeitet ohne Geld verdienen zu wollen. Es liegt jedoch in der Einstellung jedes Einzelnen, wie er arbeitet, bzw. wie seriös er Geld verdient.
Zum Thema Ausbildung möchte ich anmerken, dass es ebenfalls an jedem Einzelnen liegt. Leider findet man speziell bei FDL´s Mitarbeiter, die von nichts eine Ahnung haben und von ihren Coaches oder Führungskräften auf die Kunden losgelassen werden, dies möchte ich auch keines Falls schönreden. Doch in der heutigen Zeit ist ein profundes Wissen unumgänglich, um eine seriöse Beratung zu sichern.
Es gibt tausende Seminare, egal ob über die WKO, über die Versicherungsanstalten, über die Banken oder firmenintern, wo sich die Mitarbeiter weiterbilden können. Doch liegt es an ihnen, wie intensiv sie diese in Anspruch nehmen.
Kunden bleiben nur Kunden, wenn die Beratung passt. Kunden vermitteln nur Kunden, wenn sie sich sicher sind, dass die Beratung für sie gepasst hat.
Weiters unterliegen alle FDL´s der Finanzmarktaufsicht. Diese führt Überprüfungen der Beratungen durch. Ohne Aufzeichnungen und Dokumentationen beim Kunden geht gar nichts.
Mein Unternehmen nimmt zum Beispiel keinen einzigen Antrag von den Geschäftspartnern entgegen, ohne die beiliegende Aufzeichnung bzw. Dokumentation über das Beratungsgespräch, auch wenn es nur um eine KFZ Versicherung geht.
Diese Dokumentationen werden bereits seit Beginn, das sind mittlerweile 17 Jahre, durchgeführt. Um eine entsprechende Beratung durchzuführen, benötigt man vom Kunden eben viele Infos.
Ich finde es schade, dass wirklich JEDER über FDL´s bzw. MLM Unternehmen Zugang in diese Branche hat. Es sind sich die Wenigsten bewusst, welche Verantwortung sie für den Kunden übernehmen. In vielen Fällen gehts um die Existenz des Kunden und da ist mal wirklich falsch beraten, wenn man auf die Provision achtet.
Leider sehen viele nur die Provision und versuchen mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Doch die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass ohne Ausbildung und Weiterbildung, das Scheitern vorprogrammiert ist.

Dennoch ist mir bewusst, dass FDL immer im schlechten Licht stehen, und daran wird sich nichts ändern, weil es immer Irre geben wird, die sich leicht manipulieren lassen und die auch kalt genug sind, ohne Skrupel den Kunden das Letzte aus den Taschen zu ziehen.
Alexander Mayer
Allgemeine Finanzierungsberatungs AG
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Re: Ausbildung

Beitragvon horst2004 » 09.12.2008, 08:55

Leider ist es auch ein Fakt, dass die 3-Buchstaben-Firmen den FDL-Markt prägen und mit intensiven medialen Auftritten und der breiten Masse an "Beratern" die Finanzdienstleistung populär gemacht haben.

Es gibt genug FDL's die ihre Arbeit erntsnehmen und entsprechend nachhaltig arbeiten. Diese sind jedoch eher die Ausnahmen bzw. nur auf entsprechen kleinen Ebenen meinungsbildend.

Das Thema FMA ist halt so ne Sache. Beratungsdokumentation und Beratungsprotokoll sind halt, meiner Meinung nach, gut wenn man Sie hat - so richtig kontrollieren kann man damit eher weniger. Wenn der Kunde schon beraten wurde und für etwas "übererredet", dann unterschreibt er mit Sicherheit alles. Ich glaube, dass viele Unternehmen eher diese Dokumentation führen um gegen eventuelle Klagen bestehen zu können. Eigenschutz vor Kundenschutz

Und das Vorgehen am Markt ist kein Geheimnis. Wie oft die Worte "mündelsicher" oder "garantiert" verwendet werden und vor allem in welchen Zusammenhängen!

Aber auch ich möchte nochmals festhalten, dass diese Sparte auch von qualitativ hochwertigen Mitbewerben betreut wird. Die breite Masse und diverse Unternehmen sind es jedoch nicht.
horst2004
 
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