Was ist Euribor?
Die Abkürzung Euribor steht für die Euro Interbank Offered Rate. Dabei handelt es sich um einen Zinssatz, der für europäische Banken von Bedeutung ist.
Libor und Euribor
Der Euribor hat den davor gültigen Libor abgelöst. Der Euribor stellt den Zinssatz dar, den sich Banken gegenseitig gewähren, wenn sie sich untereinander Geld leihen. Für die Banken ist dieser Wert sehr wichtig, da er die Kosten für die Refinanzierung angibt und somit auch die Berechnungsgrundlage für die Zinsen darstellt, die die Banken wiederum ihren eigenen Privat- und Unternehmenskunden verrechnen. Denn schließlich müssen diese Zinsen höher liegen als der Euribor, damit die Bank einen Gewinn machen kann.
Euribor in Kreditverträgen
Häufig spielt der Euribor bei der Aufnahme eines Kredites auch für den Kreditnehmer eine Rolle. Denn in vielen Kreditverträgen wird auch der Euribor als Referenzgröße vereinbart. Hierbei werden die Zinsen für den jeweiligen Kredit an den Euribor gekoppelt.
Verändert sich der Euribor, so verändern sich auch die Zinsen für den Kredit dementsprechend. Die Anpassung kann hierbei beispielsweise vierteljährlich, halbjährlich oder aber jährlich stattfinden. Wenn sich der Euribor also um einige Prozentpunkte nach oben oder nach unten verändert hat, dann wird auch der Zinssatz für den Kredit um den jeweiligen Prozentsatz verändert und somit an den Euribor angepasst. Die Bank hat somit immer die gleiche Zinsspanne.
