Was verstehen Börsianer unter Zitronenhandel?
An der Börse gelten für viele spezielle Fälle ganz eigene Begriffe. So ist mit einem Zitronenhandel nicht etwa ein Geschäft gemeint, bei dem Zitronen gekauft oder verkauft werden, sondern an der Börse spricht man hier von schlechten Geschäften. Genau genommen handelt es sich beim Zitronenhandel um schlechte Wertpapiere, die aber als besonders hochwertige Papiere an der Börse angeboten werden.
Der Begriff stammt aus dem Englischen „lemon trading“ und ist spätestens seit der Subprime Krise in den USA auch im deutschen Sprachraum gebräuchlich. Der Trend zum Zitronenhandel entsteht vor allem dadurch, dass die viele Börsenteilnehmer auf einen kurzfristigen Gewinn aus sind. Bei einer langfristigen Denkweise würden keine minderwertigen Produkte angeboten werden, da die Käufer ansonsten nicht mehr von den jeweiligen Händlern kaufen würden.
