Fondsgebundene Lebensversicherung
Moderator: philipp.etzler
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Fondsgebundene Lebensversicherung
Hallo!
Ich bin auf der Suche nach einer langfristigen Sparform (ca. 20 Jahre) mit kleinem bis mittlerem Risiko zur Pensionsvorsorge oder als Sicherstellung für einen zukünftigen Kredit (z.B. Wohung oder Haus).
Ein Bekannter hat mir einen "Finanzberater" empfohlen, mit dem ich das besprochen habe. Wir haben über folgende Themen (Vor- und Nachteile) gesprochen:
*) Sparbuch
*) Bausparen
*) Anleihen, Anleihenfonds
*) Klassische Lebensversicherung
*) Fondsgebundene Lebensversicherung
*) Aktien, Aktienfonds
*) Cost-Average-Effekt
Er meinte, dass eine Fondsgebundene Lebensversicherung genau das Richtige für mich wäre, und mir dann gleich drei Angebote/Modellrechnungen unterbreitet.
Laufzeit: 20 J
Monatsprämie: € 100.-, keine Dynamisierung
Die Produkte heißen: 1. Wr. Städtiche United Fonds of Success Flexibel, 2. Skandia Smart Dolphin und 3. UNIQA FlexSolution.
In den Modellrechnungen sind jeweils die Endwerte bei 0%, 3%, 6% und 9% Fondsperformance angegeben.
Aus der Finanzmathematikvorlesung kann ich mich noch an 3 Schlagwörter zu FLV erinnern, die bei mir hängengeblieben sind: Sparanteil, Kostenanteil (Zillmerung) und, dass bei einer FLV Sparen mit Versicherung gekoppelt ist und man sich fragen soll, ob das wirtschaftlich ist.
Aus der 0% Fondsperformance lässt sich der Kostenanteil bei 20 Jahren Laufzeit ermitteln. Dieser liegt bei einer Laufzeit von 20 Jahren bei 1. ca. 16,7%, bei 2. ca. 17,6% und bei 3. ca. 13,4%.
Alleine diese hohen Kostenanteile machten mich echt stutzig. Ich glaube, da verdienen alle (Makler, Versicherung, etc.) etwas, nur nicht ICH. Ich habe diesen Berater daraufhin gebeten die Kosten im Detail aufzuschlüsseln. Das war mehr als langwierig. Bis jetzt habe ich noch nicht alles, speziell die Maklerkosten will er nicht herausrücken. Gezillmert sind alle Modellrechungen auf 5 Jahre. Alleine das ist schon ein Wahnsinn, da die Kosten hier nicht linear auf die Lauzeit anfallen, sondern in den ersten 5 Jahren. D.h., mit den ersten Prämien werden nur Kosten gedeckt, aber kaum etwas gespart. Für den Zinseszinseffekt und somit einer besseren Rendite wäre das aber bitter notwendig. Und wenn man sich die "FactSheets" dieser Produkte ansieht, dann ist das ein auf und ab der Kurse. Wie soll da nach 20 Jahren eine Rendite herauskommen?
Auf Grund der hohen Kosten und der Volatilität der Märkte bin ich nicht sicher, ob das überhaupt oder noch einen geeignete Sparform ist.
Wie seht ihr das? Sind diese Produkte etwas? Ist eine FLV überhaupt eine geeignete Sparform?
Ich bin für jeden Unterstützung dankbar! Danke!
Michael
Ich bin auf der Suche nach einer langfristigen Sparform (ca. 20 Jahre) mit kleinem bis mittlerem Risiko zur Pensionsvorsorge oder als Sicherstellung für einen zukünftigen Kredit (z.B. Wohung oder Haus).
Ein Bekannter hat mir einen "Finanzberater" empfohlen, mit dem ich das besprochen habe. Wir haben über folgende Themen (Vor- und Nachteile) gesprochen:
*) Sparbuch
*) Bausparen
*) Anleihen, Anleihenfonds
*) Klassische Lebensversicherung
*) Fondsgebundene Lebensversicherung
*) Aktien, Aktienfonds
*) Cost-Average-Effekt
Er meinte, dass eine Fondsgebundene Lebensversicherung genau das Richtige für mich wäre, und mir dann gleich drei Angebote/Modellrechnungen unterbreitet.
Laufzeit: 20 J
Monatsprämie: € 100.-, keine Dynamisierung
Die Produkte heißen: 1. Wr. Städtiche United Fonds of Success Flexibel, 2. Skandia Smart Dolphin und 3. UNIQA FlexSolution.
In den Modellrechnungen sind jeweils die Endwerte bei 0%, 3%, 6% und 9% Fondsperformance angegeben.
Aus der Finanzmathematikvorlesung kann ich mich noch an 3 Schlagwörter zu FLV erinnern, die bei mir hängengeblieben sind: Sparanteil, Kostenanteil (Zillmerung) und, dass bei einer FLV Sparen mit Versicherung gekoppelt ist und man sich fragen soll, ob das wirtschaftlich ist.
Aus der 0% Fondsperformance lässt sich der Kostenanteil bei 20 Jahren Laufzeit ermitteln. Dieser liegt bei einer Laufzeit von 20 Jahren bei 1. ca. 16,7%, bei 2. ca. 17,6% und bei 3. ca. 13,4%.
Alleine diese hohen Kostenanteile machten mich echt stutzig. Ich glaube, da verdienen alle (Makler, Versicherung, etc.) etwas, nur nicht ICH. Ich habe diesen Berater daraufhin gebeten die Kosten im Detail aufzuschlüsseln. Das war mehr als langwierig. Bis jetzt habe ich noch nicht alles, speziell die Maklerkosten will er nicht herausrücken. Gezillmert sind alle Modellrechungen auf 5 Jahre. Alleine das ist schon ein Wahnsinn, da die Kosten hier nicht linear auf die Lauzeit anfallen, sondern in den ersten 5 Jahren. D.h., mit den ersten Prämien werden nur Kosten gedeckt, aber kaum etwas gespart. Für den Zinseszinseffekt und somit einer besseren Rendite wäre das aber bitter notwendig. Und wenn man sich die "FactSheets" dieser Produkte ansieht, dann ist das ein auf und ab der Kurse. Wie soll da nach 20 Jahren eine Rendite herauskommen?
Auf Grund der hohen Kosten und der Volatilität der Märkte bin ich nicht sicher, ob das überhaupt oder noch einen geeignete Sparform ist.
Wie seht ihr das? Sind diese Produkte etwas? Ist eine FLV überhaupt eine geeignete Sparform?
Ich bin für jeden Unterstützung dankbar! Danke!
Michael
- sparefroh
- Beiträge: 1
- Registriert: 29.07.2011, 12:33
- Wohnort: -
Re: Fondsgebundene Lebensversicherung
Hallo!
Wie du richtig erkannt hast stellen FLVs ein suboptimale Lösung deines Veranlagungsproblemes dar. Sie kombinieren das Risiko eines Fonds mit den Gebühren einer klassischen Lebensversicherung ohne dabei substanzielle Vorteile zu bringen.
Mein Vorschlag wäre es, statt dessen direkt selber zu investieren und über einen Onlinebroker deiner Wahl mittels Sparplan monatlich eine fixe Summe zu investieren. Hierbei würde ich Index-ETFs den Vorzug gegenüber klassischen Fonds geben da sie um einiges günstiger sind und die meisten Fonds sowieso nicht wesendlich besser performen als der zugrunde liegende Index.
Welchen Fonds / Index du wählst hängt dann natürlich wieder von deiner Risikoneigung ab. Aber da du ja bereits eine Finanzmathematik Vorlesung genossen hast weißt du ja, dass Chance und Risiko nicht voneinander trennbar sind.
BG
JP
Wie du richtig erkannt hast stellen FLVs ein suboptimale Lösung deines Veranlagungsproblemes dar. Sie kombinieren das Risiko eines Fonds mit den Gebühren einer klassischen Lebensversicherung ohne dabei substanzielle Vorteile zu bringen.
Mein Vorschlag wäre es, statt dessen direkt selber zu investieren und über einen Onlinebroker deiner Wahl mittels Sparplan monatlich eine fixe Summe zu investieren. Hierbei würde ich Index-ETFs den Vorzug gegenüber klassischen Fonds geben da sie um einiges günstiger sind und die meisten Fonds sowieso nicht wesendlich besser performen als der zugrunde liegende Index.
Welchen Fonds / Index du wählst hängt dann natürlich wieder von deiner Risikoneigung ab. Aber da du ja bereits eine Finanzmathematik Vorlesung genossen hast weißt du ja, dass Chance und Risiko nicht voneinander trennbar sind.
BG
JP
Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.
John Maynard Keynes
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