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Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Fragen zum Thema Lebensversicherung

Moderator: philipp.etzler

Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Beitragvon sima » 03.04.2008, 06:17

hallo, ich habe gesehen das hier in diesem Finanzforum der eine oder andere aus dem Finanz und Versicherungsbereich unterwegs ist. :)

Was ist eure Ansicht bei Sparbeträgen von Lebensversicherungen.
Gibt es eine Obergrenze wo es sich nicht mehr lohnt zu sparen oder so?
sima
 
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Beitragvon dr_l33d » 03.04.2008, 06:33

sparen bei einer Lebensversicherung kannst du sowieso nicht!!

da bekommst so gut wie den Betrag raus, den du eingezahlt hast!

Ich würd dir zu einer Fondgebundenen Lebensversicherung raten!Steuervorteil + eindeutig höherer Ertrag!!!

ps: wenn du fragst wieiviel: kommt drauf an wieviel du verdienst und du sparen willst bzw in einem gewissen zeitraum ersparen willst!!!

Es gibt ja kurzfristige- mittelfristige und langrfristige Sparformen.
Weiters Einmaleinlage bzw monatl. Zahlung
Noch dazu gibts es "Entnahmepläne"


Um deine 'Frage zu beantworten: "normale" LV's sind nicht rentabel und würde ich rückkaufen bzw. stillegen!!!! keinen Cent würde ich mehr hier ansparen.

MfG
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dr_l33d
 
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Beitragvon metosato » 18.07.2008, 22:40

Ich hätte noch ein paar Ergänzungen dazu:

Bei einer Lebensversicherung - oder wie sie in unseren Kreisen genannt wird - "klassische Lebensversicherung" hast du nicht viel Spareffekt, da sie eher auf Sicherheit ausgelegt ist. Es darf nur ein kleiner Anteil der Prämie in Aktien angelegt werden.
Was noch dazu kommt ist (Ablebens-) Risiko. Mit der Prämie bezahlt man auch das Ablebensrisiko. Dies ist Anfangs ein höherer Anteil von der Prämie, daher ist der Rückkaufswert auch zu Beginn kleiner.

Die fondgebundene Lebensversicherung veranlagt größere Teile in Aktien. Daher ist auch die Chance größer höhere Gewinne zu erzielen. Mit einer Kapitalgarantie und einer Höchststandsgarantie ausgestattet, ist eine FLV weniger riskant und daher auch immer beliebter bei den Versicherungsnehmern. (siehe Generali - 61% der LV sind FLV)
Aber auch hier geht ein Teil der Prämie in das Risiko.

Die gesetzliche Mindesttodesfallleistung liegt bei 10% der Versicherungssumme. Es gibt aber bei einigen Anstalten die Möglichkeit, ohne Todesfallleistung zu versichern. (im herkömmlichen Sinn gemeint). Wenn man beispielsweise bei der Generali keine Gesundheitsfragen machen will, dann hat man auch keine Todesfallleistung, bekommt aber die einbezahlten Prämien im Todesfall ausbezahlt.

Es gibt jedoch andere Anstalten, wie zum Beispiel die CMI (Clerical Medical International). Die CMI ist ein britischer Lebensversicherer bei der keine Todesfallleistung gesetzlich vorgeschrieben ist. Somit wandert fast die gesamte Prämie in die Veranlagung (natürlich abzüglich Provisionen und so..)

Betreffend Obergrenze auch noch eine Anmerkung:

Wenn du beabsichtigst eine LV als "Sparform" zu wählen und dir die Prämie, egal wie hoch sie auch sein mag, leisten kannst, dann bekommst du auch bei erleben des Versicherungsablaufes einen schönen Patzen Geld heraus (natürlich abhängig von der Performance).

Wenn du zum Beispiel "nur" eine Ablebensversicherung möchtest und diese ausser Relation zu deinem Einkommen steht, dann kann es passieren, dass die Hinterbliebenen weniger ausbezahlt bekommen, als vorher vereinbart.

Beispiel: Ein Maurer verdient durchschnittlich monatlich ca. 1.600,- netto. Er schließt eine Ablebensversicherung in der Höhe von EUR 1.000.000,- ab. Die monatliche Prämie ist für ihn zwar leistbar, aber die Hinterbliebenen werden wahrscheinlich nicht so viel bekommen, weil das Einkommen nicht in der Relation mit der Versicherungssumme steht. Es wird ihm wahrscheinlich nachgesagt werden, dass er spekulativ gehandelt hat.

Würde dieser Maurer aber Baumeister sein und monatlich 50.000,- netto verdienen, dann würde diese Versicherungssumme wahrscheinlich auch ausbezahlt werden.

Ich hatte mal eine Diskussion darüber mit einem Geschäftspartner. Dieser ist auch Prüfer bei der WKO in Wien. Er hat mir sinngemäß gesagt - Jeder Mensch ist anhand seines Einkommens und seines Vermögens messbar und "errechenbar".
Alexander Mayer
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Re: Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Beitragvon besserwisser » 03.10.2008, 00:49

Junge Junge! Ganz schön viel Blödsinn hier!

NAtürlich ist die klassische Lebensversicherung eine Sparform! Sofern ich eben eine ERLEBENSVERSICHERUNG wähle!

Vorteil zur FONDSGEBUNDENEN ? Mindestverzinsung 2,25% und Marktübliche Renditen (ca 5% dzt)

Nachteile? Bindefrist sollte eingehalten werden Rückkauf ist immer schlecht! Hände Weg von der Fondsgebundenen wenn du keine Ahnung von Aktien hast! Hier kann Dein Geld auch weniger werden!

Gerade bei höheren Prämien solltest Du ein Splitting machen wobei der größere Teil IMMER sicher Veranlagt werden sollte!
Du kannst ja mit 50-100 Euro monatl. zocken (Fonds)

Achte darauf das die Prämienzahlungsdauer kürzer als die Aufschubdauer (Laufzeit)ist da annst noch etwas Sparen!

lg
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Re: Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Beitragvon besserwisser » 04.10.2008, 11:23

Es heißt ja auch nicht Fondsgebundene Sparversicherung :D

Ist ganz einfach! Das hat historische und steuerliche Gründe!Ein berühmter Österreichischer Politiker ist irgendwann drauf gekommen das die Prämien einer "Lebens" Versicherung steuerlich absetzbar sein sollten! "voila" Die Geburtsstunde der Er und Ablebensversicherung!Mittlerweile wurde das wieder geändert!

Es gibt heute eigentlich KEINEN einzigen vernünftigen Grund mehr eine Erlebensversicherung mit einer Risikoversicherung zu koppeln!Die Risikoplizze ist järlich Kündbar und der Kunde ist somit flexibler!
Ausserdem werden die Renditen nicht mehr verzerrt weil unqualifizierte Berater vergessen den Prämienanteil der Risikoversicherung ab zu ziehen!

Übrigens! Auch ein Maurer mit 1200 Euro Einkommen kann eine Risikoversicherung mit 100000Euro oder mehr abschließen und seine Hinterbliebenen werden diese auch ausbezahlt bekommen!
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Re: Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Beitragvon metosato » 05.10.2008, 09:00

besserwisser hat geschrieben:Übrigens! Auch ein Maurer mit 1200 Euro Einkommen kann eine Risikoversicherung mit 100000Euro oder mehr abschließen und seine Hinterbliebenen werden diese auch ausbezahlt bekommen!


Natürlich kann er das!! Aber bei einer VS in der Höhe von 1.000.000,- würde es sicherlich anders aussehen.
Ich kann mich aber nur auf die Aussagen eines Versicherungsagenten, Versicherungsmarkler, Vermögensberater und Mitglied der WKO berufen, vielleicht liegt er ja falsch. Mir kommt es aber doch logisch vor.
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Re: Obergrenze beim sparen von Lebensversicherungen?

Beitragvon lexl » 07.10.2008, 18:34

Übrigens! Auch ein Maurer mit 1200 Euro Einkommen kann eine Risikoversicherung mit 100000Euro oder mehr abschließen und seine Hinterbliebenen werden diese auch ausbezahlt bekommen![/quote]


Abschliessen kann er sehr wohl, aber die Hinterbliebenen werden die Summe nicht ausgezahlt bekommen, denn wie der Vorschreiber bereits erwähnt hat steht die VS in keiner Relation zum Gehalt und somit würde man denken dass spekulativ gehandelt wurde. Es geht hier nicht um Bereicherung sondern darum die vorhandene Lücke durch den Staat abzudecken (Witwenrente) und nicht mehr, bei ein paar Euro mehr oder weniger wirds egal sein, aber bei so einem extremen Fall sicher nicht.
In der BU ist es dasselbe, da kann ich auch nicht eine monatliche Rente von €1000 vereinbaren wenn ich nur €1200 verdiene. Können schon, aber bezahlen wirds ihm keiner. Hier kann man maximal 60% des Nettoeinkommens absichern. :roll:
lexl
 
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