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Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Für alle Fragen zum Thema Bausparvertrag

Moderatoren: philipp.etzler, RauchenwaldChristian

Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon lanu » 12.12.2007, 17:20

Hallo!

Man hört ja immer wieder, das die Bearbeitungsgebühren... bei Banken immer so hoch sind.

Ab welcher Vertrags- Laufzeit bzw. Auszahlungsbetrages, würde es sich noch bezahlt machen den Bausparvertrag aufzulösen?

Beispiel:

Man bezahlt in einen Bausparvertrag der auf 15 Jahre ausgelegt ist, monatlich 50,00 € ein. Dieser Bausparvertrag läuft bereits schon seit 12 Jahren. Würde sich es hier z.B. Bezahlt machen, diesen aufzulösen????
lanu
 
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Beitragvon RauchenwaldChristian » 14.12.2007, 23:56

So, hab mir jetzt mal die Zeit genommen und ein wenig nachgerechnet.

Vorab möchte ich jedoch festhalten, dass ich keinen Bausparvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren (in Österreich) kenne, trotzdem aber den besten österreichischen Bausparvertrag mit 3,14% p.a. zum Vergleich genommen habe.

Im Falle der Kündigung bin ich mit einem Totalverlust der bisher erhaltenen Verzinsung und Prämien ausgegangen, dh. du hast einfach "nur" € 7200,00 die du bist jetzt in 12 Jahren Laufzeit eingezahlt hast.

In diesem Fall würde eine Veranlagung in einen Fond, je nach Fond (Beratung notwendig), dir in 3 Jahren zwischen € 10.015,64 und € 11.648,52 (hochgerechnet mit 6% bzw. 12%, Cost-Average-Effekt nicht berücksichtigt).
Zahlst du die restlichen drei Jahre weiter, so würdest du (bei 3,14%) € 11.328,57 erhalten.

In beiden Beispielen wurde die Steuer nicht berücksichtigt!
In Österreich wäre der Bausparvertrag mit 25% Kest zu versteuern (dh. 25% der Zinsen & Prämien fallen wieder weg), ein Investmentfond hingegen unterliegt KEST III, wobei zwischen verschiedenen Gewinnen unterschieden wird, sodass kein definitiv gültiger Prozentsatz angegeben werden kann.
Im Durchschnitt muss der Gewinn aus Fonds jedoch mit ca. 5 - 10% versteuert werden.

Daher würde ich zu Kündigung, und zu einem Fond tendieren, da der Fond steuerlich besser dasteht, dein Geld täglich verfügbar bleibt, und untern Strich der Gewinn auf diese kurze Zeit gleich oder besser aussieht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich bezüglich genauerer Informationen bei mir melden würdest.

RauchenwaldChristian
 
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Beitragvon der_finanzierer » 06.02.2008, 22:44

RauchenwaldChristian hat geschrieben:So, hab mir jetzt mal die Zeit genommen und ein wenig nachgerechnet.

Vorab möchte ich jedoch festhalten, dass ich keinen Bausparvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren (in Österreich) kenne, trotzdem aber den besten österreichischen Bausparvertrag mit 3,14% p.a. zum Vergleich genommen habe.

Im Falle der Kündigung bin ich mit einem Totalverlust der bisher erhaltenen Verzinsung und Prämien ausgegangen, dh. du hast einfach "nur" € 7200,00 die du bist jetzt in 12 Jahren Laufzeit eingezahlt hast.

In diesem Fall würde eine Veranlagung in einen Fond, je nach Fond (Beratung notwendig), dir in 3 Jahren zwischen € 10.015,64 und € 11.648,52 (hochgerechnet mit 6% bzw. 12%, Cost-Average-Effekt nicht berücksichtigt).
Zahlst du die restlichen drei Jahre weiter, so würdest du (bei 3,14%) € 11.328,57 erhalten.

In beiden Beispielen wurde die Steuer nicht berücksichtigt!
In Österreich wäre der Bausparvertrag mit 25% Kest zu versteuern (dh. 25% der Zinsen & Prämien fallen wieder weg), ein Investmentfond hingegen unterliegt KEST III, wobei zwischen verschiedenen Gewinnen unterschieden wird, sodass kein definitiv gültiger Prozentsatz angegeben werden kann.
Im Durchschnitt muss der Gewinn aus Fonds jedoch mit ca. 5 - 10% versteuert werden.

Daher würde ich zu Kündigung, und zu einem Fond tendieren, da der Fond steuerlich besser dasteht, dein Geld täglich verfügbar bleibt, und untern Strich der Gewinn auf diese kurze Zeit gleich oder besser aussieht.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich bezüglich genauerer Informationen bei mir melden würdest.


1) 6-12 % Wertsteigerung p.a. sind in der heutigen Zeit mehr als unrealistisch

2) die staatliche Prämie beim Bausparen ist KESt-frei

3) unterm Strich kann auch ein Verlust rauskommen, ausser man nimmt einen Garantiefonds, wobei man die Inflation nicht vergessen darf, was nützt einem 100 % Kapitalgarantie, wenn das eingesetzte Kapital, um bei diesem konkreten Fall zu bleiben in 3 Jahren ca. 6-7 % an Wert verliert
der_finanzierer
 
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Re: Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon horst2004 » 19.11.2008, 12:24

Es stellt sich natürlich auch noch die Frage, wofür du das angsparte Kapital des Bausparers verwendest. Zur Wohnraumschaffung ist er zu begünstigten Konditionen auflösbar (kein Verlust der staatl. Prämie).

Auch würde ich bei so kurzfristigen Zeiträumen nicht unbedingt in Fonds oder Garantieprodukte investieren, da ja oft die Garantien erst zu Laufzeitende zum tragen kommen und du damit an das Produkt gebunden bist. Zumal die Laufzeit ja erheblich länger sein sollte um einen Ertrag zu erwirtschaften.

Beim Bausparen hast du einen absehbaren Zeitraum mit 6 Jahren Laufzeit. Vorzeitige Auflösungen sind natürlich in jedem Produkt schlecht, jedoch kannst du beim Bausparen je nach Verwendungszweck besser aussteigen.

Und Rendite hin oder her, im Moment ja eh nur Schätzungen, Prognosen usw. hast beim Bausparer einen vernüftigen Ertrag und eine gewisse Sicherheit auf einen relativ kurzen Zeitraum. D.h. du musst ja nicht unbedingt vorzeitig auflösen. Weiters bieten die Bausparkassen für Kunden mit Bausparverträgen etwas bessere Konditionen, wenn du mal ein Bauspardarlehen für einen Kauf oder Neubau benötigst.
horst2004
 
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Re: Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon hape » 19.11.2008, 16:15

Nun gut, dass Herr Rauchenwald einen Fond als alternative vorschlägt liegt in der natur der Sache.
Wenn ich mich richtig entsinne, ist er auch für die E&S tätig, und dieses Unternehmen lebt letztlich davon, den Kunden ein völlig unnützes Honorar zusätzlich zum ohnehin fälligen Ausgabeaufschlag ( Agio ) zu verrechnen,um meines erachtens Provisionsmaximierung zu betreiben. Ja,Ja ich weis schon, jetzt wird wieder das Argument kommen, dass diese Fonds nur und ausschließlich zu solchen Konditionen über die E&S möglich sind, aber die Wahrheit stellt sich da etwas anders dar. Alleinstellungsmerkmale sind rein schon aus Wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht so ohne weiters machbar, und wie wir wissen kann man jedes zugelassene Wertpapier direkt und Kostengünstig bei den Entsprechenden Emidenten zeichnen.
Außerdem ist es ohnehin bedenklich, einem Kunden gegenüber mit unrealistischen Zugewinnen zu argumentieren :!:
Siehe auch diverse Beiträge über Strukturvertriebe in diesem Forum :wink:
Dass von den Finanzdienstleistern ein Bausparvertrag so schlecht geredet wird, liegt einzig daran, dass eine sehr geringe Provision bezahlt wird, und das ist auch gut so, denn diese hat der Kunde zu tragen.
Außerdem sind die staatlichen Fördersätze erhöht worden, undmderzeit beträgt die Verzinsung eines Bausparvertrages incl. staatlicher Prämie 4,5%. Und das ist sicher !! Wenn man das mit den meisten Fonds die so verkauft werden ( und zumeist im zweistelligen Verlustbereich herumgrundeln )vergleicht, braucht man kein Rechengenie sein um das bessere Produkt für sich zu finden :!: Nur mal so als Denkanstoß, für all jene die noch immer nichts aus der momentanen Finanzkriese gelernt haben :!:
Also besser zweimal überlegen, einen bestehenden Vertrag aufzulösen, und in ein Produkt welches mit einer schönen Milchmädchenrechnung schmackhaft gemacht wird, zu investieren.
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Re: Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon hape » 20.11.2008, 13:07

Jetzt tun wir aber auch Äpfel mit Birnen vergleichen, gell :wink:
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Re: Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon lexl » 20.11.2008, 14:44

Also ich würde einen bestehenden Bausparer überhaupt nicht auflösen und ausserdem gibts auch keinen der 15 Jahre läuft sondern 6 Jahre! Wenn man schon vom Bausparen nix mehr hält dann würd ich auf die Mindestprämie, die meines Wissens bei €10 monatlich liegt, reduzieren.
Und so eine unseriöse Rechnung wie sie Herr Rauchenwald aufgestellt hat passt wieder mal zu den Strukkis (E&S)! Das ist doch gar nicht vergleichbar mit einem Bausparer. Fonds sind mit Sicherheit langfristig gesehen die bessere Alternative aber nicht über 6 Jahre, zu riskant!

mfg

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Re: lexl hat geschrieben

Beitragvon hape » 20.11.2008, 15:57

[quote="lexl"]Also ich würde einen bestehenden Bausparer überhaupt nicht auflösen und ausserdem gibts auch keinen der 15 Jahre läuft sondern 6 Jahre! Wenn man schon vom Bausparen nix mehr hält dann würd ich auf die Mindestprämie, die meines Wissens bei €10 monatlich liegt, reduzieren.
Und so eine unseriöse Rechnung wie sie Herr Rauchenwald aufgestellt hat passt wieder mal zu den Strukkis (E&S)! Das ist doch gar nicht vergleichbar mit einem Bausparer. Fonds sind mit Sicherheit langfristig gesehen die bessere Alternative aber nicht über 6 Jahre, zu riskant!

mfg

lexl[/quote]

Ich kann lexl nur beipflichten ! Wenigstens jemand der rechnen kann :!:
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Re: Ab wann sollte man einen Bausparvertrag auflösen?

Beitragvon erzengel_I » 26.11.2008, 15:54

also ich würde schon raten den Bausparvertrag aufzulösen, da unter bestimmten bedingungen einige Kosten wegfallen. Das Geld kann ich dann auf ein Sparbuch geben und dort auf z.B. 12 monate binden lassen und habe 5 %. Eine alternative währen die früher angesprochenen Fonds. Zurzeit übrigens billig zu haben (abgesehen von den horrenden Provisionen. E&S z.B. €900-€1800 auf einmal)
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