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Zusätzliche Refinanzierungskosten der Banken

Allgemeines Fragen zu Krediten

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Zusätzliche Refinanzierungskosten der Banken

Beitragvon mort » 14.01.2009, 09:58

Hallo!

Ich habe derzeit einen CHF-Kredit mit Zinsanpassung an den LIBOR und einem vereinbarten Bankenaufschlag. Seit Dezember will meine Bank zusätzlich 0,7% für erhöhte Refinanzierungskosten haben. Leider sind diese Kosten in keinster Weise nachvollziehbar.
Der LIBOR gibt an zu welchem Satz Banken sich Geld leihen können, wozu also zusätzliche Refinazierungskosten?

Für Antworten wie viel die einzelnen Banken hier verlangen und welche Möglichkeit man hat zu überprüfen ob die gerechtfertigt sind oder ob man irgendetwas dagegen tun kann bin ich euch sehr dankbar.

LG mort
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Re: Zusätzliche Refinanzierungskosten der Banken

Beitragvon fuchs » 19.01.2009, 23:01

hallo mort,

sie können sich glücklich schätzen das sie noch im chf veranlagt sind. ich gebe dir den guten rat nichts bei deiner bank zu unterschreiben, sondern deinen vertrag von unabhängigen experten prüfen zu lassen. die banken neigen nämlich gerne dazu ihre kunden "zwangsweise" in den euro zu konvertieren, also höchste vorsicht ist geboten. evtl. anwalt einschalten. und keine angst....auch banken müssen sich an verträge halten

lg

fuchs
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Re: Zusätzliche Refinanzierungskosten der Banken

Beitragvon horst2004 » 22.01.2009, 13:07

Hallo Mort!

Wie Fuchs schon gesagt hat ist Kreditvertrag prüfen einmal sehr wichtig. So lange du keine speziellen Klauseln im Vertrag hast (je nach Institut und Alter des Kredites) wie zB. Stopp-Loss-Order oder eventuelle Liquiditätsaufschläge kann dir grundsätzlich nichts passieren.
Eines darf man jedoch nicht vergessen: Sollte sich deine persönlichen Verhältnisse verändert haben zB Einkommen oder zusätzliche Verbindlichkeit und die Bank prüft erneut deine Bonität, kann es passieren, dass die Leistbarkeit auf dem Papier nicht mehr gegeben ist. Dann könntest du konvertiert werden.
Und noch ein kleines Problem: Ein Kredit kann jederzeit von dir abgedeckt, aber auch von der Bank fällig gestellt werden und zwar ohne Angabe von Gründen. Dann bist du zwangsläufig wieder im EURO. Jedoch haben die Banken in dieser Hinsicht ein riesiges Imageproblem und auch den wirtschaftlichen Schaden der entsteht wird der Bank gehörig zusetzen. Daher bezweifle ich, dass es soweit kommen wird.
Das Einzige was rechtlich bankseitig haltbar ist, ist die Einforderung zusätzlicher Sicherheiten bei ungünstigen Wechselkursentwicklungen. Da muss man auf den Faktor Zeit spielen - kurzfristige Ausschläge geben noch keinen Anlass. Und sollte es doch mal soweit kommen - Ein Ansparprodukt deiner Wahl und am besten ohne Bindungen oder Laufzeiten, damit du, wenn sich die Wechselkurse stabilisieren, wieder normal über dein Erspartes verfügen kannst.

Eines würde ich gerne noch in den Raum stellen: Welcher Kreditnehmer, vielleicht sogar in Verbindung mit einem FDL hat noch nie seine Marge/ seinen Aufschlag runter verhandelt? Falls die Bank nachgibt (und das wahr im Frühjar 2008 oft der Fall), warum kann es nicht auch in die andere Richtung gehen?

Gruß
horst2004
 
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