Oktober 24, 2021

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In Deutschland gibt es eine wachsende Debatte über die Ernennung von Frauen zu Priestern

Bonn, Deutschland – Die Debatte um die Berufung von Frauen zum Priestertum in der katholischen Kirche verschärft sich in Deutschland. Bei einer Preisverleihung der Deutschen Bischofskonferenz rief die Chefin des deutschen Auslandsrundfunks Deutsche Welle Frauen dazu auf, Zugang zu den in der Kirche vorgesehenen Ämtern zu haben.

„Ich bin mir ganz sicher: Heute wird ein anderes System versagen“, sagte Peter Limburg am 28. September in Solingen.

Auch Bischof Franz-Joseph Overbeck, der neue Leiter der Bischofskommission, unterstützte die Berufung katholischer Priesterinnen. „Für Menschen mit einem tiefen Glauben an die Gleichberechtigung aller Menschen ist die derzeitige Herangehensweise an kirchliche Ämter und der Zugang zu ihnen wirklich unverständlich“, sagte Overbeck der Rheinpost am 28. September.

Er fügte hinzu, dass viele immer noch nicht glauben, dass die derzeitige Praxis richtig ist. „Die Mehrheit akzeptiert nicht mehr, dass das ernannte Amt ausschließlich Männern vorbehalten sein sollte“, sagte Bishop.

Limburg, der seine Verbindung zur katholischen Kirche offen bekundet hat, sagte auch, dass die Kirche weltweit unter Druck stehe. Selbst auf der Südhalbkugel verschlechterten sich die Gottesdienste, und dort seien “verdächtige evangelikale Bewegungen und Sekten” auf dem Vormarsch, sagte er. Es sei ein deprimierendes Phänomen, “denn in einer Welt voller sozialer Ungerechtigkeit, Armut und Einsamkeit ist die Botschaft von Jesus Christus aktueller denn je.”

Limburg veranstaltet eine Zeremonie für Leia Rodriguez, eine brasilianische Tänzerin, die den Kunst- und Kulturpreis der Katholischen Kirche in Deutschland erhalten hat. Der Journalist lobte seine künstlerische Arbeit und sein gesellschaftspolitisches Engagement. „Leah Rodriguez bewegt sich in eine Tradition, die die Tradition des Christentums ist: gewaltloser Widerstand gegen Unterdrückung, Diskriminierung und Ausgrenzung“, sagte sie.

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Overbeck, der das Bistum Essen leitet, ist Co-Vorsitzender des Rates für Macht und Dezentralisierung der Synode der Katholischen Kirche in Deutschland. Die Zweite Synode beginnt am 30. September in Frankfurt.

Overbeck bat um ein großes Wort für die einfachen Leute, etwa bei der Wahl eines neuen Bischofs. Er sagte, sein Forum wolle die Teilnahme des gesamten Volkes Gottes fördern. Er fügte hinzu: “Die Weltkirche wird in Zukunft auf ähnliche Fragen ganz unterschiedliche Antworten geben müssen, nur weil der Kontext anders ist.”

Das Orbeck-Synodalbad würde zu Enttäuschungen führen, wenn die Kirche beispielsweise nicht die demokratischen Standards einführen könnte, die die Menschen in Deutschland gewohnt sind. Er sagte jedoch, dass diejenigen, die wissen, dass sie einer 2.000 Jahre alten Glaubensgemeinschaft angehören, bei jedem Schritt von Weisheit und Frieden „erfreut“ werden.

Die Zukunft der katholischen Kirche im Land diskutiert das 2019 in Deutschland ins Leben gerufene Projekt Synodaler Weg Bischöfe und Laienvertreter. Ausgangspunkt war die langjährige Kirchenkrise, die durch Missbrauch und Korruption verschärft wurde. In der Diskussion ging es vor allem um Autorität, Priestertum und Sexualmoral sowie um die Rolle der Frau in der Kirche.