Dezember 2, 2021

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Studierende verbinden sich mit deutschen Erwachsenen in einem virtuellen Austauschprogramm

Eine 72-jährige Deutsche entwirft Eukalyptusgetränke für Urlaubspakete, die sie alljährlich in ihrem Hamburger Haus an Freunde und Familie schickt. In diesem Jahr schickt Hannelor Schaefer ein Geschenk an Maisi Saganik, eine Journalistik- und Politikwissenschaftsstudentin im Nordosten.

Maisie und Hannelore lernten sich zu Semesterbeginn im Rahmen eines virtuellen Zwischenaustauschprogramms in seiner Klasse Mittelstufe Deutsch II unter der Leitung eines Lehrbeauftragten kennen. Carolyn Fuchs. Startete den Transferplan im Frühjahr 2021 nach der Partnerschaft mit Fuchs Freunde der Senioren-EV, Eine in Deutschland ansässige Organisation, die Publikumsbeteiligung und gesellschaftliche Veranstaltungen für deutsche Senioren koordiniert. In einer Zeit, in der viele ältere Menschen aufgrund der Epidemie isoliert werden, dachte Fuchs, dass das Projekt seinen Schülern und der Seniorengemeinschaft in Deutschland zugute kommen würde.

„In meiner Klasse interessieren sich mehr Deutsche als Schüler“, sagt Fuchs. Sofort erweiterte Fuchs das Programm mit Hilfe seiner Community-Partnerin Kerstin Hoffmann und seinen Kollegen in Deutschland sowie der Nordost-Teilzeitlehrerin Sandra Ward auf die Mittelstufe Deutsch I.

Studierende nehmen an Videoanrufen mit älteren Deutschen, die in Berlin oder Hamburg leben, teil und geben ihnen die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu üben und mehr über die Kultur zu erfahren. Deutsche engagieren und unterrichten mit jungen Menschen und teilen ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung.

Fotos von Matthew Moduno / Northeastern University

Viermal während des Semesters verwenden Studierende lose Fragen zum deutschen Leben, zur deutschen Politik und Geschichte als Berührungen bei Videoanrufen mit ihren deutschen Kommilitonen. Von den Schülern wird erwartet, dass sie Vollzeit Deutsch sprechen, zumal ihre älteren Partner kein Englisch sprechen, sagt Fuchs. Studierende reflektieren ihren virtuellen Austausch durch Beiträge im Diskussionsforum und Abschlussprojekt.

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Die Studierenden fragen zu verschiedenen Themen, darunter Einwanderung und Klimawandel, aber auch historische Ereignisse. Viele deutsche Älteste sprechen zum Beispiel von der Wiedervereinigung des Landes nach dem Fall der Berliner Mauer. „Einige davon waren damals in Berlin“, erklärt Fuchs. „Es ist ein Thema, das immer wieder auftaucht.“

Nicht jede Debatte ist politisch. „Oft sprechen Erwachsene über ihre Familie oder ihre Hobbys oder erzählen persönliche Geschichten“, sagt er. Im vergangenen Frühjahr erfuhr beispielsweise ein Schüler, dass sein Gesprächspartner Taichi praktizierte, und sah sich einige seiner Videos auf YouTube an.

Die Videolinks auf dem ganzen Kontinent sind die neueste Entwicklung in Fuchs‘ jahrzehntelangen Bemühungen, neue Wege der Kommunikation und Verbindung mit den Menschen in Deutschland zu finden. 1991 verließen sie Florida, um als Paar in Florida zu arbeiten.

„Als ich hier ankam, gab es kein Skype“, erinnert er sich. „Mein Vater war Anwalt, also konnte er auf das Faxgerät zugreifen, damit ich ihm Faxe schickte. Es war schneller als das Versenden von Briefen.

1999 gründete Fuchs dann, während er Deutsch am Montreux Institute of International Studies in Kalifornien unterrichtete, sein erstes offizielles virtuelles Austauschprogramm, das Studierende mit seinen Studierenden seiner Alma Mater in München verbindet. Auch hier erwies sich das Faxgerät als notwendig.

„Meine Studenten haben E-Mails an deutsche Studenten getippt, aber damals steckte das Internet in Deutschland noch in den Kinderschuhen“, sagt er. „E-Mails sind ungültig, daher werden wir die E-Mails ausdrucken und nach Deutschland faxen.“

Dank der Service-Learning-Partnerschaft, die Fuchs vom nordöstlichen Lehr- und Forschungsteam erhalten hat, steht dieses virtuelle Austauschprojekt nun im Zentrum der Service-Learning-Initiative des deutschen Projekts.

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„Seit meinem ersten virtuellen Austausch mit Studierenden ging es mir vor allem darum, echte Spracherfahrungen mit Sprechern zu machen“, sagt er. „Außerdem ist es eine Möglichkeit, mit meiner Heimat in Kontakt zu bleiben.“

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