September 29, 2022

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Deutschland sagt, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob die ukrainische Gegenoffensive ein Durchbruch sei

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht spricht während eines Interviews mit Reuters im Bundesverteidigungsministerium in Berlin, Deutschland, 14. September 2022. REUTERS/Annegret Hilse

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BERLIN, 14. September (Reuters) – Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht sagte am Mittwoch, es sei zu früh, um sagen zu können, ob die bedeutenden regionalen Entwicklungen der Ukraine in den letzten Tagen einen Wendepunkt in dem Krieg markieren, der durch Russlands Invasion seines Nachbarn angeheizt wurde.

„Das ist schwer einzuschätzen, weil wir nicht wissen, wie die Russen jetzt (auf den Gegenangriff der Ukraine) reagieren werden“, sagte Lambrecht Reuters in einem Interview im Verteidigungsministerium in Berlin.

„Aber das ist sicherlich ein bedeutender Sieg, der zur Destabilisierung Russlands beitragen wird“, fügte er hinzu und sprach von der Schwäche des russischen Militärs.

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Die russischen Streitkräfte erlitten diesen Monat eine erstaunliche Wende, nachdem ukrainische Truppen einen schnellen Panzervorstoß mit Spezialeinheiten nordöstlich von Charkiw gestartet hatten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, seine Armee habe in diesem Monat bisher etwa 8.000 Quadratkilometer (3.100 Quadratmeilen) Territorium befreit, eine Fläche, die ungefähr der Größe der Insel Zypern entspricht. Weiterlesen

Reuters konnte nicht sofort die gesamte Bandbreite der von der Ukraine behaupteten Siege auf dem Schlachtfeld überprüfen.

„Das zeigt, dass die ukrainischen Streitkräfte taktisch sehr gut aufgestellt und in der Lage sind, Angriffe (auf eine Weise) abzuwehren, die viele nicht für möglich halten“, sagte Lambrecht.

Er versprach zusätzliche Unterstützung, um den ukrainischen Streitkräften beim Kampf durch die Wintermonate zu helfen, zusätzlich zu den Generatoren, Winterkleidung und Zelten, die er letzte Woche bei einem internationalen Treffen auf der Ramstein Air Base versprochen hatte.

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„Wir werden die Ukraine weiterhin mit Waffenlieferungen unterstützen“, sagte Lambrecht. „Wir werden so lange wie nötig an der Seite der Ukraine stehen.“

Die Ukraine drängt Berlin seit Monaten auf mehr schwere Waffen und moderne westliche Panzer, eine Forderung, die Bundeskanzler Olaf Scholz wiederholt zurückgewiesen hat.

In einer Grundsatzrede am Montag schloss sich Lambrecht Scholz an und argumentierte, dass bisher kein Land westlich gebaute Schützenpanzer oder Kampfpanzer nach Kiew geliefert habe und dass Berlin nicht einseitig mit seinen Partnern gehandelt habe.

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Sabine Seibold und Sarah Marsh berichten; Bearbeitung von Catherine Evans

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