Februar 7, 2023

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Kriegerdenkmal Ägäische Kirche – Hannover, Deutschland

Oktobernacht Am 3. Oktober 1943 starteten mehr als 500 Kampfflugzeuge der britischen Royal Air Force auf deutsches Gebiet und starteten den schlimmsten Angriff, den Hannover im Zweiten Weltkrieg erleben würde. In dieser Nacht verloren 1.245 Menschen ihr Leben, und die Ägidische Kirche, eine der drei größten Kirchen Hannovers, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Seine geschwärzte Hülle steht noch immer als Mahnmal für die im Krieg verlorenen Menschen.

Die Kirche stammt aus dem Anfang des ersten Jahrtausends, wobei im Laufe der Jahre mehrere Versionen der Kirche auf dem Gelände errichtet wurden. Die Ruinen im gotischen Stil wurden 1347 errichtet und sind einem französischen Heiligen, Saint Giles, gewidmet.

Hannover war ein offensichtliches Ziel für Bombenangriffe; Sie war nicht nur eine große Stadt, sondern auch ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt im Herzen Deutschlands und verfügte über militärische Übungsanlagen. Es war eine der aktivsten Industriestädte während des Krieges und produzierte Kriegsmaterial wie Waffen, Torpedos und Reifen. Vor Kriegsende erlitt Hannover 88 Bombenangriffe. Der Verlust an Menschenleben war enorm und mehr als 90 Prozent der Stadt wurden zerstört. Auch die größte mittelalterliche Karte der Welt, die Ebstorfer Karte, ging 1943 bei einem Brand verloren.

Drei große Kirchen wurden im Krieg zerstört: Hannover, die Ägidische Kirche, die Marktkirche und die St.-Nikolaus-Kirche. Nur die Marktkirche, die Hannovers Altstadt dominiert, wurde wieder aufgebaut. Die anderen beiden lagen als Denkmäler der Schrecken des Krieges in Trümmern. 1952 verfügte die Stadtverwaltung die Ägidische Kirche offiziell als Denkmal. Die Ruine liegt südlich des geschäftigen Stadtzentrums von Grobk. Das Dach ist komplett verschwunden und die Außenwände sind schwarz. Im Inneren finden die Besucher mehrere Antikriegskunstwerke und eine merkwürdige Glocke aus Japan.

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Hiroshima und Hannover sind seit 1983 Partnerstädte und haben aufgrund ihrer Kriegserfahrungen eine einzigartige Verbundenheit entwickelt. 1985 schenkte Hiroshima der Stadt Hannover eine Bonsho-Friedensglocke, die in der Ägäischen Kirche hängt. Die Glocke wird jedes Jahr am 6. August, dem Hiroshima-Tag, geläutet.