Februar 23, 2024

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Landwirte und Lkw-Fahrer protestieren bundesweit gegen Subventionskürzungen

Landwirte und Lkw-Fahrer protestieren bundesweit gegen Subventionskürzungen

Tausende Landwirte in Deutschland haben mit ihren Traktoren Städte und Straßen blockiert, um gegen die Kürzungen der staatlichen Agrarsubventionen zu protestieren.

Um ein starkes Signal an die Bundesregierung zu senden, haben sich Lkw-Fahrer zu langen Traktorenkonvois zusammengeschlossen, um die Landwirte zu unterstützen.

Städte wie München, Hamburg, Bremen und Köln wurden von Bauern bei einem ihrer größten Proteste überhaupt zum Stillstand gebracht.



Der Kernpunkt der Angelegenheit sind die Pläne der Regierung, steuerliche Anreize für Dieselkraftstoff in der Landwirtschaft und Kfz-Steuerbefreiungen für in der Landwirtschaft eingesetzte Fahrzeuge auslaufen zu lassen.

Die deutsche Drei-Parteien-Koalitionsregierung versucht, riesige Kassen zusammenzuziehen, um eine Lücke in Höhe von 17 Milliarden Euro (18,6 Milliarden US-Dollar) in ihrem Haushalt für 2024 zu schließen.



Der Deutsche Bauernverband plante jedoch eine Protestwoche im ganzen Land, um den Stimmen der Bauern Gehör zu verschaffen.

Vom 8. bis 12. Januar 2024 bringen Landwirte und Transportarbeiter in ganz Deutschland mit Demonstrationen und Kundgebungen ihren kollektiven Unmut über die Ausgaben des Bundeshaushalts zum Ausdruck.

Landesweit und in allen Bundesstaaten finden mehr als 100 Proteste statt, um Bevölkerung und Politik davor zu warnen, die Wettbewerbsfähigkeit und Existenz von Landwirten und mittleren Transportunternehmen zu gefährden.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft sicherzustellen, ist die finanzielle Unterstützung der Befreiung von der Diesel- und Kfz-Steuer für die Landwirtschaft in Deutschland und in ganz Europa von entscheidender Bedeutung.

Der Deutsche Bauernverband hat gemeinsam mit den Landesbauernverbänden und dem LsV Deutschland eine Rücknahme der von der Bundesregierung geplanten Steuererhöhung für die Landwirtschaft gefordert.

Nach dem ersten Protesttag sagte Joachim Rückweit, Vorsitzender des Deutschen Bauernverbandes: „Das ist ein gelungener Auftakt unserer gemeinsamen Aktionswoche.“ Heute, bei rund 100.000 Traktoren in ganz Deutschland, haben die Landwirte ein klares Signal an die Bundesregierung gesendet, ihre Steuererhöhungspläne vollständig zurückzunehmen.

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„Die Demos verliefen geordnet. Das zeigt die Fürsorge unserer Bauern. Die Unterstützung eines großen Teils der Bevölkerung war heute auf den Straßen deutlich zu spüren.“

Dies ist der jüngste Protest von Landwirten aus ganz Europa. Tatsächlich sind auch Kollegen aus europäischen Ländern wie den Niederlanden, Rumänien, Belgien, Frankreich, Polen und Österreich nach Deutschland gereist, um daran teilzunehmen.

Im Jahr 2023 gingen Landwirte in den gesamten Niederlanden gegen die Pläne der Regierung zur Reduzierung der CO2-Emissionen der Agrarindustrie auf die Straße.

Viele europäische Agrarlobbygruppen behaupten weiterhin, dass ihre EU-Politiker das Interesse an der Landwirtschaft verlieren und bei jeder Gelegenheit versuchen, die Landwirte finanziell und mit mehr Bürokratie ins Visier zu nehmen.

Das Vereinigte Königreich verlässt die Europäische Union offiziell durch den Brexit im Jahr 2020, um die Dominanz der EU-Vorschriften in England, Wales, Schottland und Nordirland einzudämmen.

Es gibt immer wieder Drohungen, dass auch andere EU-Länder die Union verlassen, direkte Maßnahmen wurden jedoch bislang nicht ergriffen.

Der Deutsche Bauernverband hat gemeinsam mit den Landesbauernverbänden und dem LsV Deutschland eine Rücknahme der von der Bundesregierung geplanten Steuererhöhung für die Landwirtschaft gefordert. Kostenloses Foto
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