Februar 2, 2023

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Deutsche Bauernkundgebung für staatliche Unterstützung – DW – 21.01.2023

Tausende Landwirte versammelten sich in Berlin zu einem jährlichen Protest anlässlich der Internationalen Grünen Woche der Hauptstadt, wobei die Demonstranten mehr staatliche Unterstützung forderten.

Demonstranten aus ganz Deutschland versammelten sich auf rund 55 Traktoren und marschierten am Samstag zum Brandenburger Tor. Hunderte weitere versammelten sich am Wahrzeichen und forderten eine sauberere und umweltfreundlichere Landwirtschaft.

Der diesjährige Protest wurde von einer Koalition von Organisationen organisiert, darunter Umweltverbände und landwirtschaftliche Gruppen. Das nennt man Bündnis „Wir haben es gesessen“ Es bedeutet übersetzt „wir sind müde“.

Die Polizei schätzte, dass rund 7.000 Menschen an dem Protest teilnahmen, während die Organisatoren die Zahl auf 10.000 schätzten.

Warum rufen Landwirte an?

Die protestierenden Bauern forderten die Regierung zu einer raschen und sozial gerechten Agrarwende auf.

Koalitionssprecherin Inca Lange sagte, sie forderten ausdrücklich eine überhöhte Gewinnsteuer, Null-Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Obst und Gemüse und eine Grundsteuer für die Superreichen. Die Koalition forderte mehr Unterstützung für die Armen, fairere Preise für Produkte und Anreize für eine klimafreundliche Landwirtschaft mit Subventionen.

Landwirte überreichten Landwirtschaftsminister Cem Ostemir eine Notiz, in der sie mehr Unterstützung für ihn und die Regierungskoalition forderten als im vergangenen Jahr.

Berlins jährliche Internationale Grüne Woche, eine Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse, hat am Freitag begonnen. Sie läuft bis zum 29. Januar.

Die Konferenz der Grünen Woche findet in Deutschland seit fast 100 Jahren in friedlicher Form statt und kehrt nach einer zweijährigen Pandemiepause 2023 zurück.

rmt/sms (AFP, dpa)

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