April 25, 2024

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Auch ein hochrangiger deutscher Beamter schloss sich dem durchgesickerten Anruf in einem unbewachten Streit an

Auch ein hochrangiger deutscher Beamter schloss sich dem durchgesickerten Anruf in einem unbewachten Streit an

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius stellte am Montag nach einer Sondersitzung der Sicherheitsbehörden hochrangige Beamte wegen der Verzögerung der Gespräche durch Russland zur Rede und enthüllte, dass sich auch der Luftwaffenchef dem Verteidigungsstreit angeschlossen hatte.

Ein russisches Medienunternehmen veröffentlichte Anfang des Monats eine Diskussion hochrangiger Luftwaffenbeamter über die Möglichkeit der Stationierung deutscher Taurus-Raketen in der Ukraine.

Russische Geheimdienste fingen einen Anruf ab, an dem mindestens ein Beamter über eine verschlüsselte Verbindung teilnahm.

Pistorius sagte am Montag, Luftwaffeninspekteur Ingo Gerhardts sei der zweite von vier Beamten gewesen, der die Nutzung einer ungesicherten Leitung gefordert habe, um sich der Debatte anzuschließen.

Er sagte, weitere Untersuchungen seien im Gange, obwohl eine Diskussion der Auswirkungen verfrüht sei.

Aber er fügte hinzu: „Ich bin noch nicht bereit und möchte das noch einmal klarstellen.“ [Russian President Vladimir] Putins Köder, feuern Sie meine besten Beamten, ob sie nun Unrecht haben oder nicht.“

„Das ist genau das, was Wladimir Putin von uns erwartet“, sagte Pistorius nach der Sitzung des Sicherheitsrats.

Während des Telefonats diskutierten Beamte über Einsatzszenarien für die deutsche Marschflugkörper, falls die Taurus in die Ukraine geliefert werden sollte.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Lieferung von Taurus-Raketen an die Ukraine trotz mehrfacher Anfragen aus Kiew wiederholt ausgeschlossen, da er befürchtet, dass Deutschland noch tiefer in einen vom Kreml im Februar 2022 begonnenen Krieg hineingezogen werden könnte.

Die Äußerungen des Ministers erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die deutschen Gesetzgeber heftig über die Frage der Lieferung von Marschflugkörpern an die Ukraine debattieren, eine Angelegenheit, in der sich nicht alle Mitglieder des regierenden Dreierbündnisses einig sind.

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Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius spricht nach einer Sondersitzung des Bundestagssicherheitsrates mit Reportern.  Michael Shipper/DPA

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius spricht nach einer Sondersitzung des Bundestagssicherheitsrates mit Reportern. Michael Shipper/DPA